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ZFA-Ausbildung: So hat sich die Zahl der Auszubildenden seit 2010 entwickelt

Implikation für den Dental-Unternehmer

  • Mit 17.396 neuen Verträgen 2025 ist die Bewerberlage gut, ein eigener Ausbildungsplatz ist ein realistischer Weg zu neuem Personal.
  • Gut jeder dritte Vertrag wird gelöst, investieren Sie Einarbeitung in die ersten Monate, sonst geht Ihre Ausbildungsinvestition verloren.
  • Fast jeder zweite neue Azubi hat keine deutsche Staatsangehörigkeit, planen Sie mehr Begleitung bei Fachsprache und Berufsschule ein.
  • Vergütet wird im Schnitt mit 953 bis 1.122 Euro je Ausbildungsjahr, vergleichen Sie Ihr Angebot mit diesen Werten.

Rekord bei neuen ZFA-Ausbildungsverträgen, aber mehr als jeder dritte Vertrag wird gelöst. Die Zahlen von BZÄK und BIBB und was sie für Ihre Praxis bedeuten.

Veröffentlicht 28.09.2026Stand 28.09.20262 Min. LesezeitFachlich geprüft: Dentapal GmbH
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In 2 Minuten

  • Neue Ausbildungsverträge auf Rekordniveau: 17.396 im Jahr 2025 (Stichtag 30. September), rund 48 Prozent mehr als 2010 und 23 Prozent mehr als 2023.
  • Der Anstieg kommt vor allem aus den letzten zwei Jahren. Von 2010 bis 2023 lag die Zahl meist zwischen 11.700 und 14.200.
  • Die Kehrseite: 2024 wurden laut BIBB 36,4 Prozent der Verträge vorzeitig gelöst. 2022 waren es 42 Prozent, 2008 erst 22 Prozent.
  • Fast jeder zweite neue Vertrag (49 Prozent) wurde 2024 mit Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit geschlossen.
  • Was Sie jetzt tun sollten: Ausbildungsplätze anbieten lohnt sich, die Bewerberlage ist gut. Legen Sie den Schwerpunkt aber auf die ersten Monate, denn dort entscheidet sich, ob die Ausbildung hält.

Neue Ausbildungsverträge 2010 bis 2025

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sammelt jedes Jahr zum 30. September die neu eingetragenen Ausbildungsverträge aller Landes- und Bezirkszahnärztekammern.

JahrNeue Verträge
201011.721
201212.330
201412.001
201612.993
201814.088
201913.793
202012.711
202114.221
202214.215
202314.168
202416.003
202517.396

Quelle: BZÄK, Tabelle 2 (Stichtag jeweils 30. September). Zum Vergleich: 1996 waren es 15.008, der Tiefpunkt lag 2006 bei 11.332.

Der Sprung kam 2024 und 2025. Vorher bewegten sich die Zahlen gut 15 Jahre lang zwischen etwa 11.700 und 14.200. Einzelne Kammerbereiche gingen zurück, etwa Nordrhein (minus 3,8 Prozent) und Berlin (minus 0,7 Prozent).

Viele Verträge, wenige Abschlüsse

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wertet die amtliche Berufsbildungsstatistik aus. Seine Zahlen zeigen, dass nicht jeder neue Vertrag zu einer fertigen ZFA führt.

202220232024
Neue Verträge (Stand 31.12.)12.01212.85213.614
Vorzeitig gelöste Verträge6.1295.9795.634
Lösungsquote42,0 %40,3 %36,4 %
Auszubildende insgesamt (31.12.)30.77732.03732.076

Quelle: BIBB, DAZUBI-Datenblatt ZFA (Stand 28.10.2025). Werte vom BIBB auf ein Vielfaches von 3 gerundet.

Zum Vergleich: 2008 lag die Lösungsquote bei 22,2 Prozent. Sie ist also deutlich gestiegen, sinkt aber seit 2022 wieder.

Die Zahl bestandener Abschlussprüfungen steht hier bewusst nicht. Das BIBB weist für 2023 und 2024 einen Meldefehler in Baden-Württemberg aus: 2024 wurden dort 465 statt tatsächlich 1.272 Absolventen gemeldet. Der Bundeswert ist deshalb deutlich zu niedrig. Für Hamburg wurden 2024 zudem 282 statt 195 Vertragslösungen gemeldet; die Lösungsquote oben ist dadurch leicht überhöht.

Wer heute eine ZFA-Ausbildung beginnt

  • Frauen: 94 Prozent der neuen Verträge 2024 (BIBB). Laut BZÄK ist ZFA bei Frauen der drittbeliebteste Ausbildungsberuf.
  • Staatsangehörigkeit: 6.690 von 13.614 neuen Verträgen 2024 (49 Prozent) mit Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit. 2022 waren es 38 Prozent.
  • Alter: im Schnitt 20,6 Jahre.
  • Vergütung: vertraglich vereinbart im Schnitt 953 Euro im 1., 1.033 Euro im 2. und 1.122 Euro im 3. Ausbildungsjahr (2024, BIBB).
  • Ausbildende Praxen: 43 Prozent der Zahnarztpraxen bildeten 2024 aus (BZÄK).
Nächste Zahlen

Die BZÄK-Zahlen zum Stichtag 30. September 2026 und die BIBB-Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor.

Häufige Fragen

Warum nennen BZÄK und BIBB für 2024 unterschiedliche Zahlen?

Die BZÄK zählt alle bis 30. September bei den Kammern eingetragenen neuen Verträge. Das BIBB zählt nach der Berufsbildungsstatistik nur begonnene Verträge, die am 31. Dezember noch bestehen. Verträge, die schon in den ersten Monaten enden, fehlen dort.

Ist eine Lösungsquote von 36 Prozent gleich Abbruchquote?

Nein. Das BIBB weist ausdrücklich darauf hin, dass die Lösungsquote keine Abbruchquote ist. Ein Teil der Auszubildenden wechselt nur die Praxis oder den Beruf und schließt woanders ab.

Quellen

  1. BZÄK, Ausbildungszahlen Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) 2025 in Deutschland, 1996 bis 2025 (PDF). Abgerufen am 28.09.2026
  2. BZÄK, Statistik Ausbildungszahlen ZFA. Abgerufen am 28.09.2026
  3. BIBB, DAZUBI-Datenblatt Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r, Deutschland (Stand 28.10.2025, PDF), 28.10.2025. Abgerufen am 28.09.2026
  4. BZÄK, 13.614 neue ZFA. So boomt der drittbeliebteste Ausbildungsberuf, 04.12.2025. Abgerufen am 28.09.2026
  5. BIBB, Erläuterungen zu den Berichtsjahren der Berufsbildungsstatistik (Meldefehler, PDF). Abgerufen am 28.09.2026
  6. BIBB, (Vertrags-)Lösungsquote, Erläuterung. Abgerufen am 28.09.2026

Stand: 28.09.2026. Allgemeine Information, keine Beratung im Einzelfall. Regionale Abweichungen der KZVen möglich.

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